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Das bundesweite Leseclubfestival im literaturgebiet.ruhr

+++ we have a date +++

In Kooperation mit dem Literaturbüro Ruhr kommt das erste deutschlandweite Leseclubfestival auch ins literaturgebiet.ruhr. In fünf „Stadtteilen“ der Metropole Ruhr treffen sich am 17. September 2021 Leserinnen und Leser im kleinen, vertraulichen (und coronagerechten) Rahmen mit dem Autor oder der Autorin, deren aktuelles Buch sie kurz zuvor gelesen haben. So können Hintergrundgespräche und Diskussionen auf Augenhöhe entstehen, wie sie bei großen Lesungsveranstaltungen kaum je möglich sind.

Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Köln.

Programm und Tickets ab sofort auf der Website des Leseclubfestivals

Die Anzahl der Tickets ist streng begrenzt! Im Ticketpreis von 28,68 Euro ist das Buch inbegriffen.

Dabei sein werden:

  • TARKAN BAGCI mit „Die Erfindung des Dosenöffners“ im Literaturhaus Dortmund, moderiert von Poetry Slammer Yannick Steinkellner
  • ZOE BECK mit „Paradise City“ in den Stadtbibliotheken Hamm, moderiert von Sandra Da Vina (Lesezirkel literaturgebiet.ruhr) DIESE VERANSTALTUNG MUSS KRANKHEITSBEDINGT LEIDER AUSFALLEN
  • ASAL DARDAN mit „Betrachtungen einer Barbarin“ in Kooperation mit dem Literaturhaus Oberhausen im AKA 103 der Kulturkneipe des Stadtteilzentrums Ruhrwerkstatt Oberhausen, Moderation: Elif Senel (WDR)
  • NINA KUNZ mit „Ich denk, ich denk zuviel“ in Duisburg im KS36 bei den „Rheinschafen“, moderiert von Autor und Blogger Ralf Koss
  • AMANDA LASKER-BERLIN mit „Iva atmet“ in der Synagoge in Essen, moderiert von Poetry Slammerin Jule Weber

Witzig und vielschichtig: „Die Erfindung des Dosenöffners“ von Tarkan Bagci

Als Starjournalist über die ganz großen Themen berichten, das ist Timur Aslans Traum. Statt Karriere zu machen, steckt er in der Lokalredaktion einer Kleinstadtzeitung fest. Hier schreibt er Artikel über Hühnerzüchter und Rentnerkegelclubs und hasst jeden Buchstaben, den er dazu tippen muss. Auf der Suche nach eine großen Story trifft er auf die 70jährige Annette, über die es heißt, sie habe den Dosenöffner erfunden. Was als Recherche beginnt, endet in einer ungewöhnlichen Freundschaft. Denn Timur muss feststellen, dass Erfolg und Glück zwei ganz unterschiedliche Dinge sind.

Ticket inkl. Buch

Tarkan Bagci ist Comedyautor, Podcaster und Journalist. Er hat bereits für zahlreiche Fernsehformate geschrieben, darunter preisgekrönte Sendungen wie das „Neo Magazin Royale“, „Kroymann“, „Lass dich überwachen“ und „Knallerfrauen“. Sein Impro Comedy Podcast „Gefühlte Fakten“ ist konstant in der Spitze der deutschen Podcast Charts vertreten. In den Sozialen Medien folgen ihm über 20 000 Menschen.

Hochaktuell: Der Science Fiction Thriller „Paradise City“ von Zoë Beck, Buch des Monats im Lesezirkel literaturgebiet.ruhr

DIESE VERANSTALTUNG MUSS KRANKHEITSBEDINGT LEIDER AUSFALLEN

Deutschland in der nahen Zukunft. Die Küsten sind überschwemmt, weite Teile des Landes sind entvölkert, und die Natur erobert sich verlassene Ortschaften zurück. Berlin ist nur noch eine Kulisse für Touristen. Regierungssitz ist Frankfurt, das mit dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zu einer einzigen Megacity verschmolzen ist. Dort, wo es eine Infrastruktur gibt, funktioniert sie einwandfrei. Nahezu das gesamte Leben wird von Algorithmen gesteuert. Allen geht es gut – solange sie keine Fragen stellen.
Lina, Rechercheurin bei einem der letzten nichtstaatlichen Nachrichtenportale, wird in die Uckermark geschickt, um zu überprüfen, ob dort tatsächlich Schakale eine Frau angefallen haben. Dabei sollte sie eigentlich eine brisante Story übernehmen. Während sie widerwillig
ihren Job macht, hat ihr Chef einen höchst merkwürdigen Unfall, und eine junge Kollegin wird ermordet. Beide haben an der Story gearbeitet, die Lina versprochen war. Anfangs glaubt sie, es ginge um den Handel mit Gesundheitsdaten im großen Stil, doch dann stößt sie auf die
schaurige Wahrheit: Jemand, der ihr sehr nahesteht, hat die Macht, über Leben und Tod fast aller Menschen im Land zu entscheiden. Und diese Macht gerät nun außer Kontrolle…

Ticket inkl. Buch

Zoë Beck, geboren 1975. Schule und Studium in Deutschland und England. Schriftstellerin, Übersetzerin (u. a. Amanda Lee Koe und James Grady), Verlegerin (CulturBooks), Synchronregisseurin für Film und Fernsehen. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Zoë Beck zählt zu den wichtigsten deutschen Krimiautor*innen und wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis, dem Radio-Bremen-Krimipreis und dem Deutschen Krimipreis, ausgezeichnet.

Sprachlich brillante, genaue Erzählungen: „Betrachtungen einer Barbarin“ von Asal Dardan

Asal Dardan ist als Kind iranischer Eltern in Deutschland aufgewachsen, die Erfahrung des Exils hat sie geprägt. Anhand ihres eigenen Lebens erzählt sie davon, wie tief die Brüche sind, die sich durch unsere Gesellschaft ziehen. Klassengegensätze, Verdrängung der eigenen Geschichte, eine Fixierung auf die Herkunft – Asal Dardans literarische Gegenwartsbestimmung ist eine Auseinandersetzung mit den großen Themen unserer Zeit. Immer ist ihr Blick überraschend, immer ist ihre Analyse scharfsichtig. Da ist das geflüchtete Kind, das Trost in Spitzwegs heimeligen Bildern findet, die auch Hitler so gut gefielen. Da sind die bürokratischen Rentenbescheide der sardischen Nachbarin, deren Inhalt niemand entschlüsseln kann. Da werden die Goldfische vom persischen Neujahrsfest in die Freiheit entlassen und eigene, neue Traditionen gewählt.

Ticket inkl. Buch

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, wuchs nach der Flucht ihrer Eltern aus dem Iran in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund. Als freie Autorin schreibt sie u. a. für Zeit Online, die FAZ und die Berliner Zeitung. Für ihren Text Neue Jahre wurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Nach Jahren auf Öland in Schweden lebt Asal Dardan heute mit ihrer Familie in Berlin.

Präzise, witzig und intelligent: „Ich denk, ich denk zuviel“ von Nina Kunz

Ein Sachbuch über Ängste, Sehnsüchte und über kulturelle Phänomene in  einer Gesellschaft zwischen privilegierter Wohlstandssituation und Existenzkrise.
Alles easy – könnte man meinen angesichts der hübschen Instagram-Welt in hippen Pastellfarben. Ist man selbst, fragt sich die Autorin, wirklich die Einzige, die jedes Mal wieder hart an der Kante der Deadlines vorbeischlittert, weil man bis fünf Uhr morgens in den Abgründen der unnützen Information im Internet hängengeblieben ist? Geht es den anderen hyperflexiblen Millennials nicht so, dass sie manchmal an Informationsüberflut, Klimawandel und Gender-Pay-Gap verzweifeln? Und wie gehen junge Menschen um mit der Diskrepanz zwischen den eigenen firstworld-problems und den trotzdem ziemlich existenziellen Krisen, in die einen diese Probleme stürzen können? Klug und unterhaltsam setzt sich die  Journalistin Nina Kunz mit dem Unbehagen in Zeiten des Internets auseinander und trifft in ihren pointierten Texten den Nerv einer Generation.

Ticket inkl. Buch

Nina Kunz wurde 1993 geboren, studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Zürich und arbeitet seit 2017 als Kolumnistin und Journalistin für Das Magazin des Tagesanzeigers. Ihre Texte erschienen bereits in der Neuen Zürcher Zeitung, der ZEIT und dem ZEITmagazin. 2018 und 2020 wurde sie zur »Kolumnistin des Jahres« gewählt.

Ein deutscher Familienroman: „Iva atmet“ von Amanda Lasker-Berlin

Iva kehrt nach langer Abwesenheit in ihr Elternhaus nach Dresden zurück. Um für den kranken Vater zu sorgen – und sich nach und nach auch ihrer eigenen Familiengeschichte zu stellen. Amanda Lasker-Berlin geht in ihrem zweiten Roman auf große gesellschaftliche Themen ein, wie die deutschen Kolonialverbrechen in Namibia, das sich weiter vererbende Schweigen in Täterfamilien und den Umgang mit persönlicher wie historischer Schuld – ohne Effekthascherei, in reduzierter, poetischer Sprache und mit einprägsamen, ambivalenten Charakteren.

Ticket inkl. Buch kaufen

Amanda Lasker-Berlin, geboren 1994 in Essen, inszenierte mit 18 Jahren ihr erstes Theaterstück. Nach einem Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar studiert sie Regie an der Akademie für
Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Ihre Theaterstücke und Prosa wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Für »Elijas Lied« (FVA 2020) erhielt sie den Debütpreis der lit.COLOGNE 2020. Sie lebt in Frankfurt am Main.

Einzigartiges Festivalkonzept

Das deutschlandweite Event wird von Köln und Leipzig aus organisiert. Mit ihrem einzigartigen Konzept bringen Elisabeth Jaspersen und Dorian Steinhoff von der Festivalleitung nicht nur aktuelle Frühjahrsnovitäten unterschiedlicher Genres und aktueller Thematiken ins Gespräch, sondern ermöglichen auch den direkten und wichtigen Austausch zwischen Autor*innen und Leser*innen. Denn im Ticketkauf enthalten ist das jeweilige Buch für eine Veranstaltung, das per Post verschickt wird. Bis zum Festivaltag ist dann Zeit zum Lesen. Vor Ort kann anschließend in lockerer Atmosphäre über den Text debattiert werden.

»Das Leseclubfestival ist in diesen Zeiten wichtige Autor:innen-, Lese- und Diskursförderung. Die Koppelung von hierarchielosem Gespräch zwischen Publikum und Autor*in über gemeinschaftlich rezipierten Text eröffnet Raum für alle positiven Wirkkräfte, die die Literatur bereithält, und ist zugleich unter Pandemiebedingungen umsetzbar: Man kann jetzt, im Lockdown, ein gutes Buch lesen und sich nach Ostern direkt über die Lektüreerfahrungen austauschen, wenn Vieles andere noch nicht wieder möglich sein wird.«, sagt Festivalinitiator Dorian Steinhoff.

Nachdem das Leseclubfestival im vergangenen Jahr erfolgreich Premiere in Köln feierte, kommen in diesem Jahr Berlin, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Göttingen, Leipzig, Rostock und Stuttgart sowie die Metropole Ruhr als Veranstaltungsorte hinzu.
Kooperationen bestehen unter anderem mit dem Literarischen Colloquium Berlin und den Literaturhäusern in Frankfurt und Stuttgart, die vor Ort die Umsetzung der Veranstaltungen in eigenen Räumlichkeiten sowie in Stadtbüchereien, Galerien, Co-Working-Spaces oder Kirchen und Synagogen verantworten.

Alle Festivalorte bieten je nach Corona-Lage auch mit Hygienekonzept und Sicherheitsmaßnahmen Raum für maximal 20 Teilnehmende. Die Gesundheit aller Mitwirkenden steht dabei immer im Mittelpunkt.

Programm und Tickets unter leseclubfestival.com

Pressekontakt: Literatur- und Pressebüro Politycki & Partner, Julia Bergemann │ julia.bergemann@
politycki-partner.de │ Tel. 040-430 9315 20

Das Leseclubfestival ist ein Projekt von phileas FESTE & Faible Booking in Kooperation mit Literaturbüro Ruhr, Literarisches Colloquium Berlin, Lettrétage Berlin, Literaturhaus Bonn, Literatur JETZT! Dresdner Festival zeitgenössischer Literatur, zakk – Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation Düsseldorf, Literaturbüro NRW, Literaturhaus Frankfurt am Main, Literarisches Zentrum Göttingen, Sächsischer Literaturrat, Literarischer Herbst – Leipziger Festival für Literatur, Literaturhaus Rostock, Literaturhaus Stuttgart.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen von Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, durch den Deutschen Literaturfonds e. V. sowie vom Kulturamt der Stadt Leipzig und dem Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden.

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