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Sonntagnachmittag

Der Himmel ist blau. Mit ein bisschen Feinstaub drin.

Unsere Nachbarn besitzen jetzt Hühner. Und einen neuen Grill.

Wir graben ein Loch, finden einen Gegenstand aus Metall.

Es könnte eine Granate sein. Oder doch nur ein Gegenstand aus Metall. Wir buddeln das Loch wieder zu und pflanzen Lavendel. Lavendel beruhigt.

Unsere Nachbarn besitzen einen Baum. Nicht die Nachbarn mit den Hühnern, die anderen. Und im Baum nistet eine Taube. Ohne Taube geht es nicht. Manchmal fliegt sie in unseren Garten, um das Rotkehlchen von der Teppichstange zu verjagen. Dann jagen wir die Taube davon.

Lieber das Rotkehlchen auf der Teppichstange als die Taube im Baum. So sagt man doch.

Lieber die Taube im Baum als die Granate im Blumenbeet. So sagen unsere Nachbarn.

Freunde kommen zu Besuch.

„Das ist aber ein schöner Hinterhof.“, sagen sie.

„Garten“, sagen wir. „Seht ihr nicht da vorne, den Rasen?“

Sie runzeln die Stirn und wir lassen sie am Lavendel riechen.

von Sarah Jäger

Aktuelle Veranstaltungen

26. September

2021

12:00 Uhr

Ringlokschuppen Ruhr Mülheim, Am Schloß Broich 38, 45479 Mülheim an der Ruhr

Mark Terkessidis „Wessen Erinnerung zählt“

Der lange Schatten der deutschen „Kulturmission“ findet sich heute in vielen Phänomenen - im Umgang mit der „Schuldenkrise“, mit Migration und Flucht und im alltäglichen Rassismus.

Über den deutschen Kolonialismus wird in den letzten Jahren heftig diskutiert. Straßennamen, Denkmäler, die Sammlung von Museen, Geschichtsunterricht - vieles steht dieser Tage auf dem Prüfstand. Dass die Kolonialperiode in afrikanischen Ländern in die Erinnerung zurückkehrt, ist zweifellos erfreulich, aber sollte in der „postkolonialen“ Sichtweise nicht auch das deutsche Eroberungsstreben in Richtung Osten eine Rolle spielen? 150 Jahren waren hauptsächlich polnischsprachigen Gebiete von Preußen oder dem Deutschen Reich besetzt - warum nenen wir das nicht Kolonialismus?

Und was bedeutet das für unsereren Rassismusbegriff, der zunehmend nur noch in den Kategorien von „weiß“ und „schwarz“ funktioniert? Der lange Schatten der deutschen „Kulturmission“ findet sich heute in vielen Phänomenen - im Umgang mit der „Schuldenkrise“, mit Migration und Flucht und im alltäglichen Rassismus.

Mark Terkessidis, freier Autor und Migrationsforscher, lebt in Berlin und Köln. Beiträge zu den Themen Jugend- und Populärkultur, Migration und Rassismus in „tageszeitung“, „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“, „Freitag“, „Tagesspiegel“, „Literaturen“, „Texte zur Kunst“, etc. sowie für den „Westdeutschen Rundfunk“, „Radio Bremen“ und „DeutschlandFunk“.

Die Veranstaltung ist Teil der Programmreihe Das Problem heißt Rassismus!. Die Reihe wird vom Ringlokschuppen Ruhr und dem Bahnhof Langendreer veranstaltet. Das Literaturbüro Ruhr ist Kooperationspartner der Lesungen.
Die Teilnahme an den meisten Veranstaltungen ist kostenlos. Wir bitten um Spenden für die Initiative 19. Februar: https://19feb-hanau.org/spende

Veranstalter: Ringlokschuppen Ruhr Mülheim, Bahnhof Langendreer, Literaturbüro Ruhr

Buchvorstellung, Lesung

26. September

2021

13:00 Uhr

LeseRaum, Akazienallee, 45127 Essen

NEUERÖFFNUNG: Der LeseRaum Akazienallee

Ein spätsommerliches LiteraturViertel-Mini-Fest mit der Buchpremiere von Sarah Jäger, Debütvorstellungen von Bozena Badura und Lesungen von Beate Scherzer und Renate Heuser

Das LiteraturViertel rund um die Akazienallee wächst!
Nach der Beschriftung der Parkhausfassade im Frühsommer öffnet am 26. September der LeseRaum in der Akazienallee seine Pforten.
Freundlicherweise hat unser neuer Vermieter, die Lianeo Real Estate, ermöglicht, dass die Literarische Gesellschaft Ruhr für kleines Geld und als Übergang (bis es neue Mieter gibt) ein leerstehendes Ladenlokal als Veranstaltungsraum anmieten kann: den ehemaligen Beauty-Laden zwischen der Buchhandlung Proust und dem Parkhaus Akazienallee.
Am Sonntag, 26. September zwischen 13:oo und 17:oo Uhr wollen wir eine kleine Eröffnung feiern, sozusagen ein spätsommerliches LiteraturViertel-Mini-Fest:
Proust hat an diesem Wahlsonntag geöffnet und feiert dort die erneute Auszeichnung mit dem Deutschen Buchhandelspreis; auf der Akazienallee zwischen Buchhandlung und LeseRaum gibt es Getränke und Stehtische zum Verweilen und Plaudern, im neuen LeseRaum selbst laden wir Sie und euch zu einem kleinen, abwechslungsreichen Literaturprogramm ein:
der Premiere von Sarah Jägers neuem Roman Die Nacht so groß wie wir, der Kurzvorstellung von literarischen Sommer- und Herbst-Debüts sowie die Vorstellung der hierzulande noch zu entdeckenden amerikanischen Lyrikerin Mary Ruefle, der das neue Schreibheft. Zeitschrift für Literatur ein Dossier widmet.
Also: erst wählen gehen, dann zu uns kommen, um Literatur und Kultur zu tanken, danach nach Hause, um Wahlergebnisse zu gucken – was für ein schöner Sonntag!
Alle im LeseRaum vorgestellten Bücher können Sie am Sonntag bei Proust erwerben. Sarah Jäger wird die Erstausgabe ihres neuen Romans dort ebenfalls signieren.

Premierenlesung Sarah Jäger: 13.oo Uhr und 15.oo Uhr
Debüt-Vorstellungen: 14.3o Uhr und 16.oo Uhr
Lesung mit Beate Scherzer und Renate Heuser: 14.oo Uhr und 16.3o Uhr
VERBINDLICHE ANMELDUNG ZU DEN EINZELNEN VERANSTALTUNGEN ERFORDERLICH!

Veranstalter: Literarische Gesellschaft Ruhr, Proust Wörter + Töne, Schreibheft

Tickets: Eitritt frei - verbindliche Anmeldung erforderlich!

Buchvorstellung, Lesung

28. September

2021

20:00 Uhr

Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg

Frank Goosen „Sweet Dreams – Rücksturz in die Achtziger“

Die Achtziger sind bekanntlich das Lieblingsjahrzehnt der Deutschen. Grund genug, die Dekade von Schulterpolster, Karottenjeans und Zauberwürfel speziell zu würdigen.

Frank Goosen, Foto: Ira Schwindt

Die Achtziger sind bekanntlich das Lieblingsjahrzehnt der Deutschen. Grund genug, die Dekade von Schulterpolster, Karottenjeans und Zauberwürfel speziell zu würdigen. Die Schrecken der Pubertät im Schatten der Mauer sind ebenso ein Thema wie Petting und Pershing, Föhnfrisuren und Pastellfarben, Waldsterben und der ewige Helmut. Wie haben sie geklungen, die Achtziger, wie haben sie ausgesehen, was haben wir erlebt da draußen, bevor es das Internet gab? Die Geschichten gehen auf eine sentimentale Zeitreise. Die Älteren werden sagen: So ist es gewesen! Und die Jüngeren: Habt ihr wirklich so ausgesehen?

Frank Goosen hat neben seinen erfolgreichen Romanen zahlreiche Kurzgeschichten und Kolumnen veröffentlicht. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum.

Einführung: Dr. Jan-Pieter Barbian

Für Mitglieder des Vereins ist der Eintritt zu den Veranstaltungen kostenlos. Um vorherige telefonische Reservierung wird gebeten. Informationen zum Verein für Literatur Duisburg erhalten Sie telefonisch unter (0203) 283-2593 oder www.stadtbibliothek-duisburg.de.
Nicht-Mitglieder erhalten die Karten online über
www.stadtbibliothek-duisburg.de,
www.eventim.de
und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Wichtige Hinweise zum Infektionsschutz
Bei Betreten des Veranstaltungsbereichs ist die Vorlage eines negativen Corona-Tests erforderlich. Der Test darf max. 48 Stunden alt sein. Vollständig Geimpfte und Genesene benötigen keinen Test. Die Impfung bzw. die durchgemachte Infektion müssen nachgewiesen werden. Die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sind einzuhalten. Bitte beachten Sie die Veröffentlichungen in der Presse sowie auf der Homepage und den Social-Media-Kanälen der Stadtbibliothek Duisburg.

Veranstalter: Stadtbibliothek Duisburg, Verein für Literatur Duisburg

Tickets: 10,- / VVK 9,-

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„Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens – unser Septemberbuch!

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