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reden

Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Lesung und Gespräch

17. Oktober

2026

19:00 Uhr

Buchhandlung Margaret Holota, Weststraße 11, 59065 Hamm

Benjamin Maack „Bewerbungen um einen Job als Mensch“

Angefangen mit einem Tagebuch auf Instagram erzählt Benjamin Maak nun in seinem Buch von seinem Alltag mit Depressionen und davon, wie verwirrend und schwer es ist, damit zu leben und zu lieben.

Als Benjamin Maack im Frühjahr 2025 eine depressive Episode erlebt, führt er auf Instagram ein Tagebuch. Er tippt es in sein Telefon, auf dem Sofa, in Wartezimmern von Ärztinnen und Ärzten, bevor er seine Kinder von der Schule abholt. Er erzählt von sich, seinen Gedanken und Gefühlen, seiner Familie. Schreibend reflektiert er seinen Alltag, eröffnet einen Raum, in dem die Menschen nah an sein Leben herankommen und in dem auch er eine Verbindung zu anderen findet. Benjamin Maack erzählt in "Bewerbungen um einen Job als Mensch" von seinem Alltag mit Depressionen, davon, wie verwirrend und schwer es ist, mit der Krankheit zu leben und zu lieben, die Kinder, seine Freundin, sich selbst. Und wie es trotzdem immer wieder gelingt. Ein entwaffnend ehrliches und direktes und manchmal auch lustiges Depressionstagebuch.

Benjamin Maack, geboren 1978, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Volkskunde. Nach Gedichten und Erzählungen veröffentlichte er 2020 den Bestseller Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein, ein Buch über seine Depressionen, das u. a. als "Buch des Jahres" der Hamburger Literaturpreise ausgezeichnet wurde. Er lebt und arbeitet als Autor und Journalist in Hamburg.

Veranstalter: Buchhandlung Margaret Holota

Tickets in €: frei

Poetry Slam

17. Oktober

2026

19:00 Uhr

Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort

RUHR(W)ORT: Poetry Slam

Im Herzen des Duisburger Hafenstadtteils ist der RUHR(W)ORT Poetry Slam zu Hause und bietet eine Bühne für Poesie, Comedy und Kurzgeschichten.

Max Schmolke

RUHR(W)ORT Poetry Slam bietet eine Bühne für Poesie, Comedy und Kurzgeschichten.

Im Herzen des Duisburger Hafenstadtteils ist der RUHR(W)ORT Poetry Slam zu Hause und bietet eine Bühne für Poesie, Comedy und Kurzgeschichten. Im Kreativquartier Ruhrort begeistern regelmäßig zahlreiche Künstler*innen das Publikum.

Die Regeln sind simpel: 6 Minuten Bühnenzeit. die Texte müssen selbstgeschrieben sein, keine Requisiten – das war’s! Ob lustig oder traurig, Lyrik oder Prosa, weltbewegend oder schlicht unterhaltsam – (fast) alles ist möglich. Das Publikum ist die Jury und kürt am Ende den*die Sieger*in eines unvergesslichen Abends. Moderiert und organisiert wird die literarische Wundertüte von den erfahrenen Poetry Slammern Max Schmolke und Leon Hanke.

Die Termine für 2026: 17.01. 21.03. 16.05. 18.07. 17.10. 19.12.

Auch Anfänger*innen und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich für die jeweils zwei Plätze auf der offenen Liste pro Abend zu melden. Mehr Infos gibt es auf Instagram unter: @ruhrwort_slam

RUHR(W)ORT Poetry Slam
Das PLUS am Neumarkt
Neumarkt 19
47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt 5€ (zzgl. VVK-Gebühr) - https://www.eventbrite.de/e/ruhrwort-poetry-slam-tickets-1982173410028
Hafenstadt Poetry Slam - Logo: Max Schmolke

Veranstalter: Kreativquartier Ruhrort

Tickets in €: 5,-

Lesung, Sonstiges

17. Oktober

2026

11:00 Uhr

Stadtbibliothek im MedienHaus, Synagogenplatz 3, 45468 Mülheim an der Ruhr

Lesestart im MedienHaus

Wir laden Kinder zwischen 3 und 5 Jahren dazu ein, mit uns gemeinsam eine tolle Geschichte zu entdecken.

Mit unseren Aktionen bieten wir in der Stadtbibliothek im MedienHaus Kindern die Möglichkeit, in die faszinierende Welt der Bücher einzutauchen.

Heutiges Thema: Im Oktober ist Gruselzeit!

Durch das Vorlesen und gemeinsame Lesen wird die Fantasie angeregt und die sprachliche Entwicklung gefördert.
Unsere Angebote tragen so aktiv zur Sprach- und Leseförderung bei – und das immer kostenfrei und offen für alle.

Wir bitten um Anmeldung unter 0208 / 455 4252 oder vor Ort an der Informationstheke in der 2. Etage.
Die Anmeldungen für die Veranstaltungen werden frühestens vier Wochen im Voraus entgegengenommen.

Veranstalter: Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr

Tickets in €: frei

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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