wir
reden

Garten

Der Himmel ist blau. Mit ein bisschen Feinstaub drin.

Unsere Nachbarn besitzen jetzt Hühner. Und einen neuen Grill.

Wir graben ein Loch, finden einen Gegenstand aus Metall.

Es könnte eine Granate sein. Oder doch nur ein Gegenstand aus Metall. Wir buddeln das Loch wieder zu und pflanzen Lavendel. Lavendel beruhigt.

Unsere Nachbarn besitzen einen Baum. Nicht die Nachbarn mit den Hühnern, die anderen. Und im Baum nistet eine Taube. Ohne Taube geht es nicht. Manchmal fliegt sie in unseren Garten, um das Rotkehlchen von der Teppichstange zu verjagen. Dann jagen wir die Taube davon.

Lieber das Rotkehlchen auf der Teppichstange als die Taube im Baum. So sagt man doch.

Lieber die Taube im Baum als die Granate im Blumenbeet. So sagen unsere Nachbarn.

Freunde kommen zu Besuch.

„Das ist aber ein schöner Hinterhof.“, sagen sie.

„Garten“, sagen wir. „Seht ihr nicht da vorne, den Rasen?“

Sie runzeln die Stirn und wir lassen sie am Lavendel riechen.

von Sarah Jäger

Aktuelle Veranstaltungen

13. März

2026

09:15 Uhr

Rathaus Dortmund, Saal der Partnerstädte, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund

„Nichts als gegeben hinnehmen. Max von der Grün und die Öffentlichkeit“

Anlässlich des 100. Geburtstags des Dortmunder Autors präsentieren Literaturwissenschaftler:innen ihre Forschungsergebnisse zum Werk Max von der Grüns.

Bodo Goeke

Anmeldung unter fhi@stadtdo.de

Der Dortmunder Autor Max von der Grün (1926-2005) wäre dieser Tage 100 Jahre alt geworden. Bekannt ist er dem Lesepublikum durch Bücher wie Vorstadtkrokodile (1976) oder Irrlicht und Feuer (1963), das seinerzeit einen handfesten Skandal auslöste – und lokal natürlich dank der Anschrift der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek am Max-von-der-Grün-Platz 1.

Das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt (FHI) richtet nun zu Ehren des Autors, der lange Jahre in Dortmund wirkte, in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg Literatur und Öffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen (Universität Erlangen-Nürnberg) eine wissenschaftliche Tagung zu Max von der Grüns Werk aus. Literaturwissenschaftler:innen unterschiedlicher Couleur präsentieren ihre Forschungsergebnisse u.a. zu Fragen nach Familienbildern, Erinnerungskultur und Arbeitskämpfen bei von der Grün im Dortmunder Rathaus und diskutieren ihre Befunde mit der interessierten Öffentlichkeit.

Organisiert von Dr. Antonia Villinger mit Dr. Iuditha Balint und Dr. Anna Seidel.

Mit Beiträgen von Kevin Drews (Lüneburg), Jasmin Grande (Düsseldorf), Jessica Hainke (Kiel), Claudia Liebrand (Köln), Dirk Niefanger (Erlangen), Henning Podulski (Dortmund) und Nils Rottschäfer (Bielefeld).

Veranstalter: Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Graduiertenkolleg Literatur und Öffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen (Universität Erlangen-Nürnberg)

Festival, Leseshow

13. März

2026

19:00 Uhr

Gdanska Theater, Gutenbergstr. 8, 46045 Oberhausen

AUSVERKAUFT – Frauensalon im Literaturhaus: Die Wut der Frauen bleibt

Die Salonieres präsentieren Frauen, die ihre Wut produktiv kanalisieren und kreativ werden lassen. Und sie gehen der Frage nach, wie nahe Wut, Zorn und Rache miteinander verwandt sind.

Concordia für Frauensalon

2. Frauen Literatur Festival - Frauensalon im Literaturhaus
Die Wut der Frauen bleibt, denn unsere literarischen Fundstücke „Die Wut der Frauen“ füllen gut und gerne einen weiteren Abend im Frauensalon. Zu den Begegnungen mit furioser Frauen-Wut gesellen sich positive Wut-Ereignisse, weil sie sich zur Voraussetzung für Widerstand, Befreiung und Abwehr entwickeln können. Wir zeigen Frauengestalten, die ihre Wut auf diese Weise produktiv kanalisieren und kreativ werden lassen. Und wir gehen der Frage nach, wie nahe Wut, Zorn und Rache miteinander verwandt sind. Wieso finden ihre Äußerungsformen in Texten, Bildern und Musik solch große Beachtung? Welche aktuellen Nuancen verleihen unsere Zeitgenossinnen dem zeitlosen Thema? Der Abend im Frauensalon verspricht erneut Nachdenkliches, Bedenkenswertes, Erinnertes und Gespiegeltes. Und natürlich Vergnügen.

Veranstalter: Literaturhaus Oberhausen

Tickets in €: 10,- / € 5,- (erm.)

Buchvorstellung, Gespräch, Lesung, Lesung und Gespräch

13. März

2026

20:00 Uhr

Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg

47. Duisburger Akzente: Yuko Kuhn „Onigiri“

Mit sanfter Klarheit lässt Yuko Kuhn die Geschichte einer deutsch-japanischen Familie entstehen, die zwischen den Kulturen verloren geht und sich neu findet.

Yuko Kuhn, Foto: Peter Andreas Hassiepen

Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter gestorben ist, will sie ihre Mutter ein letztes Mal zu ihrer Familie in Japan bringen, auch wenn sie weiß, wie riskant es ist, einen dementen Menschen aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Doch dann spricht sie, die so still geworden ist, fröhlich und klar für sich selbst. Erst auf dieser Reise erkennt Aki in ihrer Mutter die mutige und lebenshungrige Frau, die sie einmal war, bevor sich in Deutschland diese große Müdigkeit über sie legte. Mit sanfter Klarheit lässt Yuko Kuhn die Geschichte einer deutsch-japanischen Familie entstehen, die zwischen den Kulturen verloren geht und sich neu findet.

Yuko Kuhn wurde 1983 in München geboren. Sie studierte Kulturwirtschaft in Passau und Aix-en-Provence. 2019 fand sie zum Schreiben. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in München.

In Kooperation mit dem Mercator-Buchladen.

Veranstalter: Stadtbibliothek Duisburg

Tickets in €: VVK 6 € / AK 8 €

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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