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Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Festival, Lesung, Lesung und Gespräch

15. Oktober

2026

19:30 Uhr

Gustav-Lübcke-Museum, Neue Bahnhofstraße 9, 59065 Hamm

Karen Kliewe „Die Brandung – Blutfänger“

Zwei fatale Entscheidungen - drei Familien am Abgrund - eine gnadenlose Jagd: An der deutsch-dänischen Grenze ereignen sich rätselhafte Autounfälle mit Fahrerflucht.

© Karen Kliewe

Jedes Mal werden in den Autos Babyschnuller gefunden, bemalt mit einem schwarzen Herz. Der neue Rechtsmediziner Mølgaard untersucht die Fälle - und zeigt zunehmend Interesse an Archäologin Fria Svensson. Die beiden verbindet ein ähnliches Schicksal, denn sie haben beide als Kind die Mutter verloren. Staatsanwalt Matthis Svensson beobachtet währenddessen die dänische Rocker-Gruppe MB28, denn dort steht eine Präsidentschaftswahl an. Warum Poul, der Freund von Frias Mitbewohner, eine Kutte des kriminellen Clans versteckt hält, ist ein weiteres ungelöstes Rätsel. Plötzlich verschwindet Poul und Fria überredet Kommissar Ohlsen, mit ihr zum Rockertreffen nach Dänemark zu fahren. Gegen alle Vernunft lässt Ohlsen sich darauf ein...

Karen Kliewe präsentiert nicht nur Psycho-Spannung vom Feinsten von der deutsch-dänischen Ostseeküste, sondern liest auch ihre Kurzgeschichte für die “Mord am Hellweg” Anthologie, in der es in Hamm - und auch am Lesungsort, dem Gustav-Lübcke-Museum - ebenfalls mörderisch zugeht.

Eine Veranstaltung der Reihe “Möpkentod - Westfalen kriminell”, mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Westfalen-Initiative und des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe.
Die Veranstaltung ist Teil des Literaturfestivals "Mord am Hellweg" und wird in Kooperation mit dem Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., den Stadtbüchereien Hamm und dem Gustav-Lübcke-Museum organisiert.

Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist ebenfalls vorhanden.

Veranstalter: Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., Stadtbüchereien Hamm

Tickets in €: 12.90 – 14.90

Sonstiges, Vortrag

15. Oktober

2026

19:00 Uhr

Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort

HANDVERLESEN: Pierre Glendinning „Vertragt euch!“

Alle Menschen werden Brüder oder Schwestern. Ein uralter Menschheitstraum. Aber ist das realistisch?

Pierre Glendenning

Das Programm der vielen Gesichter und Figuren.

Alle Menschen werden Brüder. Oder Schwestern. Ein uralter
Menschheitstraum. Aber ist das realistisch?

Pierre schlüpft in rasantem Wechsel in die verschiedensten Rollen.
Heraus kommt ein Panoptikum der anspruchsvollsten Trottel der Gegenwart.
Wer mit dem Leben nicht immer so gut zurecht kommt, hier findet man
Verbündete.

"Sein feiner Blick für Alltagsabsurditäten trifft mitten ins Herz und
klingt noch lange über den Applaus hinaus nach." (Uta Bammel)

"Man weiß nicht, was man mehr bewundern soll: den Schauspieler, seine
intelligenten Texte – jedenfalls: große Komik vom Feinsten!" (Johannes
Geffert)

Veranstalter: Kreativquartier Ruhrort

Tickets in €: frei; Hutveranstaltung

Lesung und Gespräch

15. Oktober

2026

19:30 Uhr

literaturhaus.dortmund, Neuer Graben 78, 44139 Dortmund

0+1 Festival: Aljosha Muttardi „Gut wird’s hier nicht mehr, aber besser“

Aljosha Muttardi bricht mit seinem Werk die Stille über mentale Gesundheit, Coming-out und toxische Männlichkeit. Er zeichnet mit Feingefühl ein kritisches Bild der heutigen Gesellschaft.

Foto Aljosha Muttardi © Maïscha Souaga

In seinem Buch gibt Aljosha Muttardi intime Einblicke in sein Leben. Er erzählt von der tiefen Scham und Angst, die sein Coming-out begleiteten, in dem das ständige Gefühl der gesellschaftlichen Norm zu widerspreche mitwirkt. Er erzählt über Leistungsdruck und Selbstzweifel und verweist auf die Notwendigkeit des gemeinschaftlichen Umdenkens.
Die Lesung moderieren Evelyn Dossa-Masakidi und Evelyn Hennor.

Aljosha Muttardi ist Arzt, Podcaster und Influencer. Bekannt wurde er als einer der Fab5 bei der Netflixserie Queer Eye Germany, die 2023 den Grimme-Spezialpreis gewann.

Evelyn Hennor ist Werkstudentin im Bildungswerk Vielfalt und betreut das 0 + 1 Festival und die diversen Social-Media-Accounts.

Evelyn Dossa-Masakidi ist Sozialwissenschaftlerin und betreut die Planung und Durchführung der Demokratiewerkstatt. Nebenberuflich arbeitet sie als Tänzerin und Tanzlehrerin.

Veranstalter: literaturhaus.dortmund, 0+1

Tickets in €: frei

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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