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Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Gespräch, Leseshow

16. September

2026

19:00 Uhr

literaturhaus.dortmund, Neuer Graben 78, 44139 Dortmund

Miedya Mahmod – Zum Tag der Selbsthilfe 2026

Miedya Mahmod gestaltet eine literarisch-performative Lesung, in der gesellschaftliche Ungleichheiten im Gesundheitssystem und Erfahrungen von marginalisierten Menschen im Mittelpunkt stehen.

Miedya Mahmod, Foto: Jerome Hoffmeister

Zum Tag der Selbsthilfe 2026 findet im Literaturhaus Dortmund eine literarisch-performative Lesung mit der Autor*in und Performer*in Miedya Mahmod statt.

Die Veranstaltung thematisiert Fragen von psychischer Gesundheit, chronischen Erkrankungen sowie gesellschaftlichen Ungleichheiten im Gesundheitssystem. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen von chronisch kranken, marginalisierten und migrantisierten Menschen sowie Fragen von Sprache, Körper und gesellschaftlicher Teilhabe. Im Anschluss an die Lesung findet ein offenes Gespräch mit dem Publikum statt.

Miedya Mahmod, 1996 in Dortmund geboren, lebt, schreibt, arbeitet im Ruhrgebiet. Seit 2016 beschäftigt sich Mahmod mit Papier- und Bühnenlyrik, leitet Schreibwerkstätten, konzipiert und moderiert Gesprächs- und Lesungsformate. Mahmod engagiert sich u.a. in der AG Spoken Word des Netzwerk Lyrik und trat 2021 dem Künstler*innenkollektiv parallelgesellschaft bei. 2023 gewann Miedya Mahmod den Lyrikpreis des 31. Open Mike in Berlin und las 2024 bei den 48. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. 2025 war they Stipendiatin der Kunststiftung NRW im Rahmen des Mentoringprogramms plus eins, für den Kurt-Tucholsky-Preis nominiert und erhielt ein Initiativstipendium des Deutschen Literaturfonds.

Reservierung über den Ticketlink erwünscht.

Eine Kooperationsveranstaltung von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund – eine Einrichtung der PariSozial – Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialdienste mbH in Dortmund – und dem literaturhaus.dortmund.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Veranstalter: literaturhaus.dortmund, Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund

Tickets in €: frei

Festival, Lesung, Lesung und Gespräch

16. September

2026

19:00 Uhr

Das Plus am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg

NACHSPIELZEIT präsentiert Klaus Hansen mit dem Programm „Liegt dein Problem zwischen Ohren, bist du fürs Kopfballpendel geboren“

Als genauer Beobachter des Fußballs der Gegenwart nimmt Klaus Hansen das Sprechen über den Sport zum Rohstoff für Realsatiren über die Welt, in der wir leben.

Klaus Hansen, Foto: privat

Jedes Fußballspiel hat ein Ende, wenn nicht nach der neunzigsten, dann nach der „allerneunzigsten Minute“, wie man heute sagt. Das Reden und Schreiben über Fußball hat kein Ende. In Italien ist ein eigener Begriff dafür gebildet worden: „calcio parlato“, der besprochene, kommentierte, o-ton-durchtränkte Fußball, mittlerweile auch bedichtet und besungen von den schönen Künsten. Klaus Hansen betrachtet die Sprache des Fußballs und das Sprechen über den Sport als Rohstoff für Realsatiren über die Welt, in der wir leben.

Klaus Hansen ist in der Eifel geboren, in Duisburg zur Schule gegangen und seit 1961 Anhänger des Meidericher Spielvereins. „Hart am Ball. Fußballsatiren“, erschienen 1988, war sein erstes Fußballbuch, protegiert vom Fan-Forscher Prof. Gunter A. Pilz und dem Kabarettisten Werner Schneyder. „HackeSpitzeEinsZweiDrei. Fußballaphorismen und Typografiken“, erschienen 2024, ist sein bislang letztes Fußballbuch.

Eintritt frei(willig) Hutveranstaltung

Das Festival für Fußballliteratur NACHSPIELZEIT findet vom 9. bis 30. September 2026 im Kreativquartier Ruhrort statt, ein Projekt im Rahmen des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und umgesetzt vom Regionalverband Ruhr mit der Kreativquartier Ruhrort UG und der Stadt Duisburg.

Veranstalter: Kreativquartier Ruhrort, Nachspielzeit - Festival für Fußballliteratur

Tickets in €: Hutveranstaltung

Lesung, Literatur und Musik

16. September

2026

18:00 Uhr

Druckluft e.V., Am Förderturm 27, 46049 Oberhausen

„Das Tagebuch der Anne Frank“ – inklusive Lesung in einfacher Sprache

In einfacher Sprache und doch ausdrucksstark: In dieser Lesung werden zentrale Passagen aus dem Tagebuch der Anne Frank gelesen und mit Bildern und Musik untermalt.

VKM Alsbachtal e.V., Foto privat

Im Rahmen der Demokratiewoche präsentiert die schulbibliothekarische Arbeitsstelle in Zusammenarbeit mit dem Verein für Körper- und mehrfachbehinderte Menschen Alsbachtal e.V. und dem Musiker Georg Partes das "Tagebuch der Anne Frank" in einfacher Sprache. In der ca. 60 minütigen Veranstaltung werden alle wichtigen Passagen aus dem Tagebuch gelesen und mit Bildern untermalt.
Die Veranstaltung ist barrierefrei. Eine Gebärdensprachdolmetscherin wird vor Ort sein.

Auch für Schulklassen geeignet!

Anmeldung per Mail an: sba@oberhausen.de

Veranstalter: Schulbibliothekarische Arbeitsstelle, Stadtbibliothek Oberhausen, VKM Alsbachtal e.V.

Tickets in €: frei

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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