wir
lesen

dreivierstrophn

von Fritz Eckenga

obduwoma
wirssuwo
komma inne spur
mamma vorran
gimma stoff

kumma auffe uhr
willzu ärger

suchssu streit
lassmido in ruh
halti luft an
bleibma still
quatschmi ni so zu

isnimögli
glaubini
wirter auno frech
wunderdini
wenniniemehr
einwort mittir sprech

mirdo schnuppe
mirdo schnurz
lässtes ehm bleim
kannzmirja
nächstema
dreivierstrophn schreim

Aktuelle Veranstaltungen

Gespräch, Lesung

12. November

2019

Literaturhaus Herne Ruhr, Bebelstraße 18, 44623 Herne

Nora Bossong „Schutzzone“

Was bedeuten Vertrauen und Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Hellsichtig und teilnahmsvoll geht Nora Bossong in ihrem neuen Roman diesen Fragen nach. Moderation: Insa Wilke

Nora Bossong, Foto: Heike Steinweg, Suhrkamp Verlag

Nora Bossong, Foto: Heike Steinweg, Suhrkamp Verlag

Mira arbeitet für die Vereinten Nationen in Genf. Dort bringen nicht nur die Begegnung mit einer vergangenen Liebe ihr Leben ins Wanken, sondern auch ihre Rolle in der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi. Was bedeuten Vertrauen und Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Hellsichtig und teilnahmsvoll geht Nora Bossong in ihrem virtuosen Roman diesen Fragen nach.

Nora Bossong schreibt Lyrik, Romane und Essays, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Kunstpreis Berlin und dem Roswitha-Preis. Das Bühnengespräch führt Insa Wilke. Sie studierte Geschichte und Germanistik und arbeitet als Literaturkritikerin, Herausgeberin, Moderatorin und Publizistin.

Tickets zum Preis von 18 Euro per Mail unter ticket@literaturhaus-herne-ruhr.de oder telefonisch unter 02323/ 14 767 0.

19:00 Uhr

Lesung, Sonstiges

12. November

2019

Café Blickpunkt, Limbecker Straße 17, 44388 Dortmund

„So spendet Segen noch immer die Hand…“ Theodor Fontane – mit Peter Schütze

Einige der berühmtesten Balladen stehen im Mittelpunkt dieses Abends. Peter Schütze stellt jedoch auch die Erzählkunst Fontanes in Reiseberichten, Briefen und Romanen vor.

Dr. Peter Schütze, Foto: Dr. Thomas Eicher

Dr. Peter Schütze, Foto: Dr. Thomas Eicher

Apotheker, Kriegsberichterstatter und Theaterkritiker war Theodor Fontane (1819 - 1898), bevor er als Meister der Novelle und des realistischen Romans („Effi Briest“, „Frau Jenny Treibel“, „Der Stechlin“) Weltruhm erlangte. Seine dichterische Laufbahn begann Fontane um 1850 mit Lyrik und Balladen. Einige der berühmtesten („Herr von Ribbeck“, „John Maynard“, „Archibald Douglas“) stehen im Mittelpunkt dieses Abends. Peter Schütze stellt jedoch auch die Erzählkunst Fontanes in seinen Wanderungen durch die märkische Heimat, Briefen und Romanauszügen vor: Sie spendet, wie die Hand des alten Ribbeck, auch heute noch Segen.
„Dr. Schütze spielte eine beachtliche Bandbreite seines schauspielerischen und rezitatorischen Könnens ab, gab kleine Geschichten und Gedichte zum Besten und erzählte aus dem Leben des großen Dichters“ (Iserlohner Kreisanzeiger).
Peter Schütze (geb. 1948), promovierter Germanist und Autor, blickt auf eine lange Laufbahn als Journalist, Übersetzer, Dramaturg, Regisseur und Schauspieler mit Engagements an verschiedenen Bühnen, u.a. in Dortmund, Bielefeld und Hamburg (Thalia Theater), zurück. Seit 1988 macht er auch als Rezitator von Goethe, Heine, Droste-Hülshoff, Kästner, Tucholsky u.a. auf sich aufmerksam.

Eintritt: 14,00 Euro
Vorverkauf: Café Blickpunkt, Limbecker Straße 17, 44388 Lütgendortmund, Tel.: 0231/636301

19:00 Uhr

Diskussion, Festival, Lesung

12. November

2019

Casa/Grillotheater Essen, Theaterplatz 11, 45127 Essen

Literatürk Festival: Alptraum Heimat …

Lesung und Diskussion mit Hengameh Yaghobifarah, Deniz Utlu, Max Czollek und Sharon Dodua Otoo.

Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah, Foto: Valerie-Siba, Rousparast

Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah, Foto: Valerie-Siba, Rousparast

Wie fühlt es sich an, tagtäglich als „Bedrohung“ wahrgenommen zu werden? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus?
Das Buch Eure Heimat ist unser Alptraum ist ein Manifest gegen Heimat – einem völkisch verklärten Konzept, gegen dessen Normalisierung sich 14 deutschsprachige Autor_innen wehren. Zum einjährigen Bestehen des sogenannten „Heimatministeriums“ sammelten die beiden Herausgeber_innen Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah schonungslose Perspektiven auf eine rassistische und antisemitische Gesellschaft. Vier dieser Autor_innen sind im Rahmen des Literatürk Festivals zu Gast in Essen. In persönlichen Essays geben sie Einblick in ihren Alltag und halten Deutschland den Spiegel vor: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als »anders« markiert, kaum schützt oder wertschätzt.

Moderation: Nikolaos Georgakis.

Hengameh Yaghoobifarah, geboren 1991 in Kiel, ist freie_r Redakteur_in beim Missy Magazine und bei der taz. Sie schreibt u.a. für die taz die Kolumne »Habibitus« und politische Beiträge für deutschsprachige Medien wie Spex, an.schläge und das Literaturjournal. 2019 erschien ihr Essay »Ich war auf der Fusion, und alles, was ich bekam, war ein blutiges Herz« erschien.

Sharon Dodua Otoo ist Schwarze Britin, Mutter, Aktivistin und Autorin. Ihre ersten Novellen »Die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle« und »Synchronicity« erschienen 2017 beim S. Fischer Verlag. Mit dem Text »Herr Gröttrup setzt sich hin« gewann Otoo 2016 den Ingeborg-Bachmann-Preis. *301*

Max Czollek, geboren 1987, lebt in Berlin. Er promovierte am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, ist Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Mitherausgeber des Magazins »Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart«. Nach den Gedichtbänden »Druckkammern« und »Jubeljahre« erschien 2018 sein Sachbuch »Desintegriert Euch!«. *338*

Deniz Utlu gab bis 2014 das Magazin »freitext« heraus. Sein erster Roman, »Die Ungehaltenen«, wurde im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Sein zweiter Roman ist für 2019 geplant. Er ist Kolumnist beim Tagesspiegel und arbeitet zu Menschenrechtsfragen. Sein Theaterstück »Fahrräder könnten eine Rolle spielen« (2012, mit Sasha Salzmann) verarbeitete den ersten NSU-Bundestagsausschuss.

In Kooperation mit dem Grillo Theater Essen

Eintritt: 6,- € (www.literatuerk.com)

19:30 Uhr

Alle Veranstaltungen

Neues im Magazin

Alle Beiträge

Kategorie

Lesezirkel mit Karosh Taha

Was Hollywood kann, kann das Ruhrgebiet auch: Einen Lesezirkel im Internet betreiben. Harry Potter-Star Emma Watson hat einen, Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon hat einen, und der Shooting Star der hiesigen Literaturszene Karosh Taha bekommt ihren Lesezirkel jetzt hier bei uns!

hier entlang