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Es war Sommer, und ich wollte nach Westen, aber das Pferd blieb plötzlich stehen.

„So, getz is’ gut“, sagte Omma.

„Einmal noch!“, forderte ich.

Omma stöhnte, nahm aber ihr Portemonnaie aus der Handtasche und kramte noch mal zehn Pfennig hervor.

„Aber danach is’ Schluss!“

Sie steckte die Münze in den schwarzen Kasten neben dem Pferd, und mein Schimmel setzte sich wieder in Bewegung. Das hier war nur mein zweitliebstes Pferd. Lieber mochte ich das vor dem C&A oben am Husemannplatz. Das war schwarz und hatte auf den Seiten je einen roten, einen grünen und einen blauen Flecken. Der Sattel war mit glänzenden Nieten beschlagen und erinnerte mich an das Gewehr von Winnetou.

An diesem Tag aber waren wir nur bei Wertheim, und das Pferd dort war weiß. Die Steigbügel und der Sattel waren schwarz, und hatten zwar auch Nieten, aber ich fand, die glänzten nicht so schön wie die an dem anderen Sattel.

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von Frank Goosen

Aktuelle Veranstaltungen

Leseshow

10. März

2021

19:00 Uhr

Literaturhaus Oberhausen, Marktstraße 146, 46049 Oberhausen

abgesagt! Frauensalon im Literaturhaus: Fortgesetzt Unverschämt – literarische Ausflüge in erotische Zonen

Der weibliche Körper bietet gute Voraussetzungen für lustvolle Momente, aber was ist weibliche Lust? Sie ist gefürchtet, verleugnet, erwünscht, verboten, ersehnt.

Concordia (c) Jörg Mazur

Nicht nur literarisch zeigt sich ein ambivalentes Bild: von bewunderten und gefürchteten Göttinnen über weibliche Hysterie, schamhaftes Verstecken der weiblichen Lust, von femme fatale und der züchtigen Hausfrau in der tradierten Literatur zur selbstbewusst sinnlichen Frau in aktuellen Texten. Wir wollen weitere Schleier lüften und lustvolle Blicke in verborgene Welten wagen.
Mittwoch, 10. März 2021
19:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
Literaturhaus, Marktstr. 146
Eintritt frei, (Hut geht rum), Anmeldung erforderlich

Veranstalter: Literaturhaus Oberhausen

Tickets: Eintritt frei

Buchvorstellung, digital, Gespräch, Lesung

11. März

2021

19:30 Uhr

Online

Debütlesung von Anja Hirsch: Was von Dora blieb

Die freie Journalistin Anja Hirsch präsentiert ihren Debütroman "Was von Dora blieb" - ein ergreifendes Buch über die Schwierigkeit der Kriegsenkelgeneration, sich im eigenen Leben zu verankern.

Anja Hirsch

Anja Hirsch, Foto: Frank Wierke

Die in Unna lebende freie Journalistin Anja Hirsch präsentiert ihren Debütroman "Was von Dora blieb" - ein ergreifendes Buch über die Schwierigkeit der Kriegsenkelgeneration, sich im eigenen Leben zu verankern, und über eine faszinierende Spurensuche, in der sich die Leser*innen immer wieder selbst begegnen. Der Roman handelt von Isa, die aufgrund einer Ehekrise an den Bodensee flüchtet und dort in alten Briefen und Tagebüchern der Geschichte ihrer Großmutter Dora nachspürt. In den 1920er Jahren studierte Dora zusammen mit dem Bergarbeitersohn Frantek und der außergewöhnlichen Maritz am Bauhaus des Ruhrgebiets. Aus einer intensiven Freundschaft entsteht ein Liebesdreieck, doch Dora heiratet später einen anderen Mann. Je tiefer Isa in ihre Familiengeschichte vordringt, umso klarer wird ihr Blick auf Dora - und auf sich selbst.

Da aufgrund der aktuell geltenden Beschränkungen keine Buchpremiere vor Publikum möglich ist, wird die Veranstaltung stattdessen live aus dem Nicolaihaus in Unna auf YouTube gestreamt.

Anja Hirsch, geboren 1969 in Frankfurt am Main, studierte in Freiburg im Breisgau, Kanada und Bielefeld und wurde in Germanistik promoviert. Sie arbeitet als freie Journalistin für überregionale Medien (u.a. Deutschlandfunk, FAZ, WDR), war Mitglied in Fachjurys (Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium, Hotlistpreis der Unabhängigen Verlage) und lebt in Unna.

Die Veranstaltung wird zusammen mit der Buchhandlung G. Hornung organisiert.

Achtung! Aufgrund der aktuell geltenden Coronaschutzverordnung ist eine Teilnahme vor Ort im Nicolaihaus nicht möglich.

Veranstalter: Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V.

Tickets: frei

11. März

2021

19:00 Uhr

Online

Lesekreis zu „Die Elenden – Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht“ von Anna Mayr

Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum treffen wir uns online um gemeinsam über "Die Elenden" von Anna Mayr zu diskutieren.

Im Rahmen der feministischen Aktionswochen Bochum treffen wir uns online um gemeinsam über "Die Elenden - Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht" von Anna Mayr zu diskutieren. Anna Mayr skizziert in ihrem Buch, warum unsere Gesellschaft Arbeitslosigkeit und Armut braucht und wie wir sie aber vielleicht dennoch überwinden können. Wie immer freuen wir uns, wenn ihr das Buch auch gelesen habt, eine Teilnahme am Lesekreis ist aber auch ohne Lektüre möglich und erwünscht. Wir freuen uns auf euch!
Den Link gibt es vorab auf unserer Facebook-Seite oder wir senden ihn euch auf Anfrage per Mail zu.

Den Link zu den feministischen Aktionswochen in Bochum findet ihr hier:
https://frauenkampftagbochum.wordpress.com/programm-2021/

Veranstalter: Feministischer Lesekreis Bochum, Feministische Aktionswochen Bochum

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Unser März mit Benedict Wells: „Hard Land“

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