wir
reden

Sonntagnachmittag

Der Himmel ist blau. Mit ein bisschen Feinstaub drin.

Unsere Nachbarn besitzen jetzt Hühner. Und einen neuen Grill.

Wir graben ein Loch, finden einen Gegenstand aus Metall.

Es könnte eine Granate sein. Oder doch nur ein Gegenstand aus Metall. Wir buddeln das Loch wieder zu und pflanzen Lavendel. Lavendel beruhigt.

Unsere Nachbarn besitzen einen Baum. Nicht die Nachbarn mit den Hühnern, die anderen. Und im Baum nistet eine Taube. Ohne Taube geht es nicht. Manchmal fliegt sie in unseren Garten, um das Rotkehlchen von der Teppichstange zu verjagen. Dann jagen wir die Taube davon.

Lieber das Rotkehlchen auf der Teppichstange als die Taube im Baum. So sagt man doch.

Lieber die Taube im Baum als die Granate im Blumenbeet. So sagen unsere Nachbarn.

Freunde kommen zu Besuch.

„Das ist aber ein schöner Hinterhof.“, sagen sie.

„Garten“, sagen wir. „Seht ihr nicht da vorne, den Rasen?“

Sie runzeln die Stirn und wir lassen sie am Lavendel riechen.

von Sarah Jäger

Aktuelle Veranstaltungen

Gespräch, Lesung

30. November

2021

19:30 Uhr

Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen

„Die rechtschaffenen Mörder“ – Lesung und Gespräch mit dem Autor Ingo Schulze

"Wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär - oder zum Revoluzzer?"

Ingo Schulze, Foto: Gaby Gerster

Ingo Schulze, Foto: Gaby Gerster

Eine aufwühlende Geschichte über uns alle.
Norbert Paulini ist ein hoch geachteter Dresdner Antiquar, bei ihm finden Bücherliebhaber Schätze und Gleichgesinnte. Über vierzig Jahre lang durchlebt er Höhen und Tiefen. Auch als sich die Zeiten ändern, die Kunden ausbleiben und das Internet ihm Konkurrenz macht, versucht er, seine Position zu behaupten. Doch plötzlich steht ein aufbrausender, unversöhnlicher Mensch vor uns, der beschuldigt wird, an fremden-feindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Auf fulminante Weise erzählt Ingo Schulze von unserem Land in diesen Tagen und zieht uns den Boden der Gewissheiten unter den Füßen weg.

Veranstalter: Medienforum des Bistums Essen in Kooperation mit: Katholische Erwachsenen- und Familienbildung Essen

Tickets: 12,00 €

Gespräch

01. Dezember

2021

20:00 Uhr

Zentralbibliothek Essen Hollestraße 3 45127 Essen

Gespräch über Bücher

Heute: Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen Gast: Jens Dirksen (WAZ)

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Zentralbibliothek || 20.00 Uhr || Eintritt frei

Gespräch über Bücher
Auf dem Podium jetzt: Prof. Dr. Alexandra Pontzen (UDE), Prof. Dr. Michael Niehaus (Fernuniversität Hagen) mit einem Gast.

Zwei Literaturwissenschaftler und jeweils ein Gast laden zum Austausch über Leseerfahrungen in die Zentralbibliothek Essen ein. Ein relativ neu erschienenes Buch wird vorgestellt und - vor allem - gemeinsam diskutiert. Am Ende dieses kommunikativen Spiels mit öffentlicher Urteilsbildung verstehen alle Beteiligten (hoffentlich) ein bisschen besser, warum ihnen ein Buch gefallen oder nicht gefallen hat.

Wintersemester 2021 / 22
Das Motto lautet diesmal: Race/class/gender

Heute: Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen
Gast: Jens Dirksen (WAZ)

Coronabedingt steht nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung.
Reservierungen telefonisch unter 0201 88 42005 oder per E-Mail unter oeffentlichkeitsarbeit@stadtbibliothek.essen.de sind daher zwingend erforderlich.
In den Räumlichkeiten ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht. Sie darf während der Veranstaltung abgenommen werden.

Ab einem Inzidenzwert 35 oder darüber ist die 3G Regel bei Veranstaltungen obligatorisch, d.h. es können nur geimpfte, genesene und getestete Personen teilnehmen. Ein negativer Antigen-Schnelltest oder ein negativer PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Die Nachweise werden kontrolliert.

Veranstalter: Stadtbibliothek Essen, Uni Duisburg-Essen

Tickets: Eintritt frei

Literatur und Musik

02. Dezember

2021

20:00 Uhr

Zentralbibliothek Essen Hollestraße 3 45127 Essen

Konrad Beikircher: Der Ludwig – jetzt mal so gesehen

Konrad Beikircher: Der Ludwig - jetzt mal so gesehen Der Kabarettist, Autor und Musikkenner liest zum Abschluss des Beethoven-Jahres 2020/2021 aus seiner etwas anderen Beethoven-Biografie

Konrad Beikircher als Beethoven (Copyright: Sven Knoch, grafik-und-redaktion.de)

Konrad Beikircher als Beethoven (Copyright: Sven Knoch, grafik-und-redaktion.de)

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Zentralbibliothek || 20 Uhr || Eintritt 10 € (Kartenreservierung), 12 € (Abendkasse)
Kartenreservierung telefonisch unter 0201 88 42422 oder per E-Mail an musik@stadtbibliothek.essen.de

Lesung verlegt vom 7. Oktober 2021 (bzw. vom 6. Mai 2021 bzw. vom 10. September 2020)

Konrad Beikircher: Der Ludwig - jetzt mal so gesehen

Der Kabarettist, Autor und Musikkenner liest zum Abschluss des Beethoven-Jahres 2020/2021 aus seiner etwas anderen Beethoven-Biografie

Ludwig van Beethoven – alle kennen ihn und viele kennen seine Werke. Aber wie hat er gelebt? Dank Konrad Beikirchers etwas anderer Biografie erfahren wir nun alles über den Alltag des berühmten Rheinländers im Wiener Exil. Koch, Familientier, erfolgloser Frauenheld, Helikopter-Onkel, liebenswürdiger Griesgram, Trinker, Patient, raffinierter Geschäftsmann, verpeilter Dandy, Mietnomade – all das und noch viel mehr war Ludwig van Beethoven. Mit Humor und Empathie erzählt der Kabarettist, Autor und Musik-Kenner Konrad Beikircher Kurioses, Bewegendes und Komisches aus dem Alltagsleben des großen Komponisten.

Ab einem Inzidenzwert 35 oder darüber ist die 3G Regel bei Veranstaltungen obligatorisch, d.h. es können nur geimpfte, genesene und getestete Personen teilnehmen. Ein negativer Antigen-Schnelltest oder ein negativer PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Die Nachweise werden kontrolliert.

Veranstalter: Stadtbibliothek Essen

Tickets: Eintritt 10 € (Kartenreservierung), 12 € (Abendkasse)

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„Identitti“ von Mithu Sanyal

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