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Glück gehabt

Es fällt Menschen oftmals schwer, sich einzugestehen, dass sie einfach großes Glück hatten. Ihr Vermögen haben sie sich erarbeitet, selbst wenn es vor allem durch den Tod eines Verwandten auf dem Konto gelandet ist. Der Erfolg in Film, Musik oder Internet rührt von den eigenen Anstrengungen her und nicht davon, dass eventuell die richtigen Personen zur richtigen Zeit ein Auge auf die damals noch weitaus weniger erfolgreichen Kunstschaffenden geworfen haben. Wer am Kickertisch gewonnen hat, tat dies aufgrund der eigenen Bestleistung und nicht wegen der zwanzig Bier, die sich das gegnerische Team vorher in Rekordzeit in die neuronale Dachrinne gescheppert hat. So hält man sich fest an der eigenen Wirksamkeit und kann weitaus einfacher erklären, warum andere nicht diesen bestimmten Punkt im Leben erreichen.

Dieses Eingeständnis des Glücks geht oft mit der Erkenntnis einher, dass man nicht zu den Menschen gehört, die deutlich mehr Pech in ihrer Biografie hatten. Und das ist das nächste Problem. Man will ja weiter dazugehören. Man will nicht offen zugeben, dass man einen besseren Status hat. So erzählt Olaf Scholz, dass er noch immer zur Mittelschicht gehöre, oder die alte Binsenweisheit, dass Geld nicht glücklich mache, wird aus dem Sack gezaubert. Es ist natürlich nur Zufall, dass sie ihre Freundschaften weitaus seltener zu ärmeren Menschen pflegen. Man läuft sich halt so selten über den Weg, wie soll da denn etwas entstehen? Da kann man ja nun wirklich nichts dran ändern.

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von Malte Küppers

Aktuelle Veranstaltungen

Lesezirkel/Buchclub

10. Februar

2026

18:00 Uhr

Zentralbibliothek Duisburg, Café im Stadtfenster, 1. OG, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg

Ukrainischer Leseclub

Du sprichst Ukrainisch und liebst Bücher? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir treffen uns regelmäßig, um gemeinsam Bücher auf Ukrainisch zu lesen und uns darüber auszutauschen.

Du sprichst Ukrainisch und liebst Bücher? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir treffen uns regelmäßig, um gemeinsam Bücher auf Ukrainisch zu lesen und uns darüber auszutauschen. Ob Klassiker, moderne Literatur oder spannende Romane – bei uns steht die Freude am Lesen im Mittelpunkt.

Treffpunkt: Café im Stadtfenster, 1. OG
Zeit: 18:00 - 19:00 Uhr
Anmeldung über den Ticketlink

Veranstalter: Stadtbibliothek Duisburg

Tickets in €: frei

Buchvorstellung, Lesung und Gespräch

11. Februar

2026

19:30 Uhr

Buchhandlung Kapitel Zwei, Heilige-Geist-Str. 3, 45657 Recklinghausen

Rainer Moritz „Das Jahr in Büchern“

Was soll man lesen? Rainer Moritz macht aus der Not eine Tugend und gibt in seinem Buch unerschrocken satte 366 Literaturtipps um den eigenen Lesehorizont zu erweitern.

Rainer Moritz, Foto: Köster

Die Antwort auf die Frage: »Was soll ich lesen?«
Rainer Moritz macht aus der Not eine Tugend und gibt unerschrocken satte 366 Literaturtipps (Schaltjahre also inbegriffen). Ob Vertrautes oder Überraschendes: Auf jeder Seite findet sich eine Buchempfehlung, die entweder einen direkten oder einen charmanten Bezug zum Datum oder zur Jahreszeit hat. So möge Neugier entstehen, den Horizont zu erweitern und sich dem Entlegenen, dem manchmal zu Unrecht Vergessenen zuzuwenden.

Rainer Moritz stellt uns sein Buch voller Leseglück vor, das dazu ermuntert, die eigenen Regale abzuschreiten oder Buchhandlungen und Bibliotheken zu durchstöbern. Ein bibliophile Freude zum Verschenken – oder um sich selbst eine zu machen.

Veranstalter: Buchhandlung Kapitel Zwei

Tickets in €: 15,-

Buchvorstellung, Lesung, Lesung und Gespräch

11. Februar

2026

19:30 Uhr

Buchhandlung Proust, Am Handelshof 1, 45127 Essen

Bettina Flitner „Meine Mutter“

Bettina Flitner schafft aus den Erlebnissen ihrer Reise ins heutige Polen und aus Nachlässen ihrer Familie einen hochspannenden Familienroman, der zugleich Versöhnung mit der eigenen Mutter ist.

Bettina Flitner, Foto: Bettina Flitner

Bettina Flitner, Foto: Bettina Flitner

Als Bettina Flitner für eine Lesung aus ihrem Buch »Meine Schwester« nach Celle zurückkehrt – dorthin, wo vor 40 Jahren ihre Mutter beerdigt wurde –, springen sie mit unerwarteter Heftigkeit Fragen an, die sie lange von sich fern gehalten hatte: Fragen nach dem großen Unglück im Leben ihrer Mutter und nach einer Familienkatastrophe in einer fernen Zeit und in einem fernen Land.

Und so begibt sich Bettina Flitner auf eine Reise voller Überraschungen und Entdeckungen in den Luftkurort Wölfelsgrund im ehemaligen Niederschlesien, dem heutigen Międzygórze, wo ihre Vorfahren bis zur dramatischen Flucht 1946 ein Sanatorium besessen und geleitet haben. Aus den Erlebnissen ihrer Reise ins heutige Polen, den Tagebüchern und Dokumenten ihrer Familienmitglieder und ihren eigenen Erinnerungen an das Leben ihrer Mutter erschafft Bettina Flitner nicht weniger als ein literarisches Meisterwerk, einen hochspannenden Familienroman, der zugleich eine nachgetragene Versöhnung mit der eigenen Mutter ist und die erlösende Kraft des Erinnerns und des genauen Erzählens demonstriert.

Veranstalter: Buchhandlung Proust, Förderverein Essener TelefonSeelsorge e.V.

Tickets in €: 15,-

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Lesezirkel

Großes Finale im Lesezirkel mit „Paradise Garden“ von Elena Fischer

Der Lesezirkel wurde Ende 2023 eingestellt. Hier finden Sie aber noch alle Leserunden.

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