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Aussichten

Wenn die Stadt, wenn ein Viertel, wenn ein Haus die Reflexion unserer Sehnsucht ist, was erzählt dann die Stadt, das Viertel, das Haus über uns? Was erzählt die Tatsache, dass eine Familie in der zwanzigsten Etage eines Hochhauses, der höchsten Etage, wohnt und über das Viertel blickt, zum Beispiel bis nach Moers, in der Ferne das rote Sparkassenemblem in der Dämmerung leuchten sieht, die orangene Schrift von Hornbach, die rauchenden Schlote? Aber auch viele Lichter, man könnte sagen: “It looks like the stars have been scattered across the ground. Have you ever seen anything so full of splendor?“
Wenn man eine Fotografie dieser Aussicht, sagen wir, auf Instagram posten würde, wüsste niemand, dass es sich um eine Aussicht auf Moers handelt, von, sagen wir, Homberg aus gesehen. Und wenn man von Moers Richtung Homberg fährt und auf das Haus schaut, wird man die Frage, warum die Menschen dort wohnen, kaum beantworten können, weil man nicht sieht, was die Bewohner*innen sehen. Weil der Blick auf die Welt sich nicht in den Fensterscheiben spiegelt.

von Karosh Taha

Aktuelle Veranstaltungen

digital, Gespräch

30. Juli

2021

19:00 Uhr

Instagram Live (@lesezirkel_LiteraturgebietRuhr)

Patrick Salmen und Sandra Da Vina im Gespräch: Abschlusstalk im Online-Lesezirkel

Wie hat euch das Juli-Buch "Land in Sicht" von Ilona Hartmann gefallen? Gemeinsam mit Sandra Da Vina und Patrick Salmen könnt ihr euch über eure Leseerfahrungen austauschen.

Patrick Salmen, Foto: Fabian Stürtz

Patrick Salmen, Foto: Fabian Stürtz

Ilona Hartmann: „Land in Sicht“ (Blumenbar)
Jana hat ihren Vater nie kennengelernt. Alles, was sie über ihn weiß, ist, dass er als Kapitän auf der MS Mozart arbeitet, einem eher wenig glamourösen Kreuzfahrtschiff auf der Donau. Also bucht sie sich kurzerhand eine Woche dort ein. Ob sie sich ihm zu erkennen geben wird, weiß sie noch nicht. Mit knapp hundert Gästen im Seniorenalter und der trinkfesten Bordbesatzung beginnt die Fahrt von Passau nach Wien. Mit großer Sensibilität erzählt Ilona Hartmann die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein Roman voller Situationskomik und ungewöhnlicher Begegnungen, aber auch der Beginn einer zärtlichen, emotionalen Annäherung zwischen Vater und Tochter, die gerade erst lernen, was es heißt, einander Familie zu sein.

Der Gesprächsgast:
Patrick Salmen ist Autor, Sprecher und Bühnenkünstler. 2010 wurde er deutschsprachiger Meister im Poetry Slam und konnte im Folgejahr den Vize-Titel erlangen. Sein Buch-Debut erfolgte 2011 mit der Kurzgeschichtensammlung „Distanzen“. Es folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen – von klassischen Bühnentexten über Lyrik zu satirischen Kurzgeschichtenbände. Vor kurzem erschien mit „Der gelbe Kranich“ sein erstes Kinderbuch.

LAND IN SICHT
Online-Gespräch und Diskussion mit Patrick Salmen und Sandra Da Vina
30. Juli 2021, 19 Uhr
über Instagram Live (@lesezirkel_LiteraturgebietRuhr)

Veranstalter: literaturgebiet.ruhr

Tickets: Eintritt frei

Literatour 100

07. August

2021

17:00 Uhr

werkstatt, Hagenstr. 34, 45894 Gelsenkirchen

Literatour 100 – Anna Mayr: Die Elenden

Als Kind zweier Langzeitarbeitsloser kennt Anna Mayr die Vorurteile gegenüber Arbeitslosen. In ihrem kämpferischen, thesenstarken Buch zeigt sie, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken müssen.

Anna Mayr, Foto: Anna Tiessen

Anna Mayr, Foto: Anna Tiessen

Faul. Ungebildet. Desinteressiert. Selber schuld. Als Kind von zwei Langzeitarbeitslosen weiß Anna Mayr, wie falsch solche Vorurteile sind – was sie nicht davor schützte, dass das Leben auf Hartz IV mit Geldsorgen verbunden ist und dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Früher schämte sie sich, dass ihre Eltern keine Jobs haben. Heute weiß sie, dass unsere Gesellschaft Menschen wie sie braucht: als drohendes Bild des Elends, damit alle anderen wissen, dass sie das Richtige tun, nämlich arbeiten. In ihrem kämpferischen, thesenstarken Buch zeigt Mayr, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken müssen: als Geschichte der Arbeitslosigkeit. Und wie eine Welt aussehen könnte, in der wir die Elenden nicht mehr brauchen, um unseren Leben Sinn zu geben.

Anna Mayr, geboren im Ruhrgebiet, studierte Geografie und Literatur, schrieb für eine Boulevardzeitung, arbeitete als Deutschlehrerin. Mit dem Team von Correctiv war sie 2018 für den Nannenpreis und den Reporterpreis nominiert. Heute ist sie Redakteurin im Politik-Ressort der ZEIT. Für »Die Elenden« wurde die Autorin mit dem Salon5 Buchpreis ausgezeichnet.

Beginn: 17 Uhr
Einlass: 16:30 Uhr

Reservierung über info@werkstatt-ev.de
Zu beachten sind die am Veranstaltungstaltungstag gültigen allgemeinen Hygieneauflagen

Veranstalter: werkstatt e. V.

Tickets: 8,- / 5,- (erm.)

Literatour 100

07. August

2021

19:30 Uhr

bodo-Buchladen, Schwanenwall 36-38, 44135 Dortmund

Literatour 100 – Anna Mayr: Die Elenden

Als Kind zweier Langzeitarbeitsloser kennt Anna Mayr die Vorurteile gegenüber Arbeitslosen. In ihrem kämpferischen, thesenstarken Buch zeigt sie, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken müssen.

Anna Mayr, Foto: Anna Tiessen

Anna Mayr, Foto: Anna Tiessen

Faul. Ungebildet. Desinteressiert. Selber schuld. Als Kind von zwei Langzeitarbeitslosen weiß Anna Mayr, wie falsch solche Vorurteile sind – was sie nicht davor schützte, dass das Leben auf Hartz IV mit Geldsorgen verbunden ist und dem Gefühl, nicht dazuzugehören. Früher schämte sie sich, dass ihre Eltern keine Jobs haben. Heute weiß sie, dass unsere Gesellschaft Menschen wie sie braucht: als drohendes Bild des Elends, damit alle anderen wissen, dass sie das Richtige tun, nämlich arbeiten. In ihrem kämpferischen, thesenstarken Buch zeigt Mayr, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken müssen: als Geschichte der Arbeitslosigkeit. Und wie eine Welt aussehen könnte, in der wir die Elenden nicht mehr brauchen, um unseren Leben Sinn zu geben.

Anna Mayr, geboren im Ruhrgebiet, studierte Geografie und Literatur, schrieb für eine Boulevardzeitung, arbeitete als Deutschlehrerin. Mit dem Team von Correctiv war sie 2018 für den Nannenpreis und den Reporterpreis nominiert. Heute ist sie Redakteurin im Politik-Ressort der ZEIT. Für »Die Elenden« wurde die Autorin mit dem Salon5 Buchpreis ausgezeichnet.

Beginn: 19:30 Uhr
Einlass: 19 Uhr

Details zum Ticketkauf auf www.bodoev.de
Ermäßigung für Schüler*innen und Studierende, Menschen mit Behinderung (ab 70%), Bundesfreiwilligendienstleistende, Menschen mit Sozialhilfebezug
Ticketvorverkauf mit Datenerhebung

Veranstalter: bodo e. V.

Tickets: 10 ,- / 7,- (erm.)

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