Lesezirkel

Im November begleitet uns „Flecken“ von Christian Meyer

08.11.2022
Von literaturgebiet.ruhr

„Christian Meyer konfrontiert uns mit der Lächerlichkeit performativer Männlichkeit. Ein Coming-of-Age-Roman, der tiefer geht und lange nachwirkt“ sagt Ninia LaGrande. Wir sind gespannt auf eure Leseerfahrungen.

Christian Meyer Flecken“ (Voland & Quist)

Erik nimmt die übersexualisierte Gesellschaft als unterhaltsames Schauspiel wahr. Er selbst ist dabei nur Beobachter, denn er spürt schlichtweg keinerlei Verlangen nach Erotik. Immer wieder stolpert er deshalb über seine Männlichkeit und die Erwartungen daran.

Aber damit kommt er klar. In seiner eigenen Welt geht es ihm gut, und daran soll auch die Beerdigung seiner Sandkastenfreundin Neele nichts ändern. Die unfreiwillige Rückkehr in den tristen Provinzort seiner Jugend, den alle nur „Flecken“ nennen, bringt ihn allerdings zurück in seine Vergangenheit und zwingt ihn aus seiner Komfortzone. Plötzlich bekommt Erik Antworten auf Fragen, die er sich nie gestellt hat. Die Wahrheit wird zu einer Entscheidung und die Einzige, die den Mut hatte, sie zu treffen, ist tot.

Ein wilder, tragikomischer Roman über Wahrnehmung und Realität, platonische Liebe und Leidenschaft, Reden und Schweigen und die Peinlichkeit der Männlichkeit.

 

Ihr könnt wie immer mitlesen und midiskutieren auf @lesezirkel_literaturgebiet.

Zum Monatsende findet natürlich auch der allseits beliebte Abschlusstalk zur Leserunde statt. Kommt am 28. Novemver ab 19 Uhr auf @lesezirkel_literaturgebiet vorbei und freut euch auf den Austausch mit Sandra Da Vina und ihrem Gesprächsgast Christian Meyer.

Christian Meyer studierte Germanistik, Soziologie und Geschichte in Leipzig, arbeitet für Bühne und Bildschirm und lebt auf einem Campingplatz in der Elbmarsch. Musikalisch ist er mit Julius Fischer als „The Fuck Hornisschen Orchestra“ unterwegs. „Flecken“ ist sein erster Roman.

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