Mach’s zu deinem Sommer! Das bleibt das Motto beim Sterkrader Lesesommer, der in diesem Jahr in seine zehnte Runde geht. Vom 28. August bis zum 13. September 2026 wird in Sterkrade wieder gelesen, gelauscht, gelacht, geschrieben und einfach eine gute gemeinsame Zeit verbracht. Das Jubiläumsprogramm zeigt einmal mehr, was den Lesesommer seit zehn Jahren ausmacht: viel Lokalkolorit, besondere Orte, engagierte Menschen und die große Lust, den Zauber des Vorlesens mitten in den Stadtteil zu bringen.
Sage und schreibe 36 Veranstaltungen sind in diesem Jahr wieder zusammen gekommen. Das Programm ist wie immer unglaublich vielfältig: Autor:innen jeden Alters und aller Genre reihen sich ein neben Kabarett, Schreibwerkstatt und Kulinarischem. Viele Veranstaltungen sind kostenlos, einige nehmen einen kleinen Eintritt. Bei manchen sollte man sich unbedingt Voranmelden, um sicher einen Platz zu bekommen, denn manche Räumlichkeit ist durchaus überschaubar.
Zum Jubiläum können die Macher*innen rund um Kulturflur e. V., Stadtteilbibliothek und dem Sterkrader Stadtteilbüro aus dem Vollen schöpfen, denn es gibt eine tolle Förderung durch den Landschaftsverband Ruhr zur Regionalen Kulturförderung.
Im Jubiläumsjahr darf natürlich auch der Bezirksbürgermeister nicht fehlen, der den ganzen Reigen startet und bei der 1. Veranstaltung zu Gast ist. Mittlerweile hat es sich etabliert, dass das Oberhausener Literaturhaus als wichtiger Partner des Sterkrader Lesesommers am Freitagabend die Eröffnungsveranstaltung organisiert. Daher macht Lena Schätte am 28. August, im Klumpen Moritz mit ihrem Roman „Das Schwarze an den Händen meines Vaters“ den Auftakt. Ein harter, zarter Roman über Familie, Herkunft und den Weg ins Leben, der es in 2025 auf die Longlist des deutschen Buchpreises geschafft hat. Damit ist der Einstieg in einen Lesesommer, der das Leben im Ruhrgebiet und ganz besonders Oberhausen und die Vielfalt der Menschen in unserer Stadt in den Mittelpunkt stellt perfekt inszeniert.
Am nächsten Morgen geht es auf den Sterkrader Wochenmarkt weiter, wenn Anne P. mit ihrer „hörbar Lesung to go“ ganz unkonventionell unterwegs ist und Menschen spontan mit ganz persönlichen Kurzlesungen inspiriert. Unterhaltsam wird es, wenn der Oberhausener Autor Andreas Reichenbach im Stadtcafé Cordes von einem Leben zwischen Ruhrpott und New York erzählt. Eher leise Töne schlägt Nadine Rentmeister in ihrem Seminar „Achtsam Schreiben“ an. Im Traditionsgeschäft Spickermann, das in diesem Jahr seinen 160. Geburtstag feiert, kann man mit Sabine Henke in den Erinnerungen zu „Gerichten aus unserer Kindheit“ schwelgen.