Von Josephine Herwaldt
Thomas Manns Der Zauberberg zählt sicherlich nicht zu den Büchern, die man spontan als typisches Jugendbuch bezeichnen würde: Mehr als 700 Seiten, ein Klassiker der deutschen Literatur und eine Geschichte, die vor über hundert Jahren spielt. Trotzdem war der Roman im Rennen um den Salon5 Jugendbuchpreis. Begonnen hat es damit, dass die Jugendredaktion von CORRECTIV zu Beginn des Jahres 13- bis 19-Jährige aus ganz Deutschland gefragt hat, was sie gerne lesen. Mit unter den Einreichungen: Sachbücher, Mangas, Romance und eben Klassiker wie Der Zauberberg.
Die Einreichungen landeten bei der Jury, die aus neun Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet besteht. Sie lasen den Sommer über die vorgeschlagenen Bücher, diskutierten sie und entschieden schließlich, welche Titel sie ausgezeichnen wollen. Die Idee hinter dem Salon5 Jugendbuchpreis ist, dass Jugendliche somit selbst Teil des Literaturgeschehens werden: Sie lesen nicht nur, sondern legen auch fest, welche Geschichten von Gleichaltrigen Aufmerksamkeit bekommen sollen.