Kinder- und Jugendliteratur

HEIMSPIEL: Leseförderung in 6 Ruhrgebietsstädten

Das Projekt des Literaturbüro Ruhr geht mit Schirmherr Henning Baum in die dritte Runde

Henning Baum setzt sich für Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen ein. Foto: Christian Angerer

Es ist ein bisschen wie ein Flashmob für Lesespaß: Mehr als 40 Autorinnen und Autoren aus dem Ruhrgebiet stürmen die Schulen im Revier und lesen dort vor. Für die Schülerinnen und Schüler gibt es dabei keine Noten, keine formelle Textanalyse, keinen Stress. Es geht beim HEIMSPIEL wirklich ausschließlich um den Spaß am Lesen und an guten Geschichten. Denn wer gern liest, liest mehr. Und wer viel liest, entwickelt automatisch größere Lesekompetenz.

In diesem Jahr findet die literarische Intervention gleich in sechs Städten statt: In Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gladbeck und Oberhausen, vom 16. bis zum 20. November.

Auf der HEIMSPIEL-Homepage können sich Schulen noch bis zum Ende der Sommerferien bewerben.

Das Projekt HEIMSPIEL verbreitet die Freude am Lesen und an Literatur, das kann ich nur unterstützen. Deshalb bin ich beim HEIMSPIEL im Ruhrgebiet gern als Schirmherr dabei.

Henning Baum steht für das Ruhrgebiet: geboren in Essen, die Ausbildung am Schauspiel Bochum absolviert. Berühmt ist er vor allem durch seine Rolle als „Der letzte Bulle“ in der gleichnamigen Fernsehserie, in die er eine ordentliche Portion Ruhrpottcharme einfließen lässt. Doch der Schauspieler hat auch in der Verfilmung des Kinderbuchs von Michael Ende, „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ als Lukas geglänzt.

Weniger bekannt ist, was für ein Literaturliebhaber und großer Leser Henning Baum ist. Auf seinem Instagramaccount (@henningbaum_offiziell) spricht er unter dem selbstironischen Titel „Bücher und Bizeps“ immer wieder mitreißende Lese-Empfehlungen aus. Und als Vater von vier Kindern liegt ihm das Thema Leseförderung sowieso am Herzen.

„Henning Baum ist für mich der perfekte Botschafter für unser Projekt“, sagt Antje Deistler, Leiterin des Literaturbüro Ruhr, das das HEIMSPIEL im Ruhrgebiet organisiert. „Seine eigenen Buchtipps auf Instagram zeigen eine beeindruckend sichere Auswahl von wirklich guten Büchern. Es wird sofort klar, wie sehr er das Lesen und die Literatur liebt. Dass er seine Literaturbegeisterung nun beim Heimspiel auch mit jungen Leserinnen und Lesern teilt, freut mich sehr.“

Der Schauspieler repräsentiert das Vorlesefestival nicht nur, sondern er tritt auch als Vorleser beim HEIMSPIEL auf. Ebenso wie viele andere berühmte und z. T. preisgekrönte Autor*innen, die aus ihren eigenen Büchern vorlesen: Frank Goosen, Lütfiye Güzel, Sebastian 23, Lina Atfah, Fritz Eckenga, Sarah Jäger, Jörg Hilbert, Çiğdem Akyol, Jürgen Banscherus, Fritzi Bender u. v. a.

Eine Kooperation des Literaturbüro Ruhr mit dem Netzwerk Ruhrautor*innen und dem Literaturhaus Oberhausen. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Brost Stiftung und zahlreichen anderen Geldgebern.

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