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Tour de literaturgebiet.ruhr von Nana Oforiatta Ayim

Stationen vom 21. bis 24. September: Bochum, Duisburg, Dortmund, Recklinghausen.

Das literaturgebiet.ruhr rollt der weltbekannten deutsch-ghanaischen Kuratorin und Filmemacherin Nana Oforiatta Ayim den roten Teppich aus: mit einer Lesereise durchs Ruhrgebiet für sie und ihr Buch „Wir Gotteskinder“. Schließlich ist sie in Duisburg aufgewachsen, und dort beginnt auch ihr hochgelobter Debütroman.

Auftakt dieser Tour de literaturgebiet.ruhr, organisiert vom Literaturbüro Ruhr, ist am 21.9. eine Veranstaltung als Teil der Reihe KUNST LESEN im Kunstmuseum Bochum, danach wird Ayim in Duisburg, Dortmund und Recklinghausen auftreten.

Aus diesem Anlass haben wir sogar die Kulturnetzwerke vernetzt: Da die Lesungen in so gut wie allen Fällen in Kunstmuseen stattfinden werden und Nana Oforiatta Ayim im Dezember die von ihr kuratierte Ausstellung „The Universal Museum?“ im Dortmunder U eröffnen wird, sind auch die RuhrKunstMuseen, das Museumsnetzwerk der Metropole Ruhr, als Kooperationspartner an Bord.

Die Tour im Einzelnen:

  • 21.9. Kunstmuseum Bochum in der Reihe KUNST LESEN, in Kooperation mit dem Literaturbüro Ruhr
  • 22.9. Lehmbruck Museum, Duisburg, veranstaltet vom Literaturbüro Ruhr
  • 23.9. Literaturhaus Dortmund, veranstaltet vom Literaturhaus Dortmund
  • 24.9. Kunsthalle Recklinghausen, veranstaltet von NLGR Neue Literarische Gesellschaft Recklinghausen

„Wir Gotteskinder“ erzählt vom Leben zwischen Europa und Afrika, vom Fremdfühlen, von Rassismuserfahrungen, aber auch von der identitätsstiftenden Kraft von Geschichten: Maya Mensah ist im deutschen Exil täglich damit konfrontiert, anders zu sein. Auch ihre Eltern sind anders. Ihr Vater ist ein scheuer Intellektueller, und ihre Mutter liebt es, das Geld mit vollen Händen auszugeben und an ihre königliche Herkunft zu erinnern. Doch wenn Maya in der Schule von ihrer glanzvollen Familie erzählt, wird sie verspottet. Beistand leistet ihr nur ihr Cousin Kojo. Maya ist fasziniert von seinen farbenprächtigen Erzählungen aus Ghana, an das sie sich kaum erinnern kann. Sie klingen für sie wie Märchen, die mythisch und wirklich zugleich scheinen, und öffnen ihr den Blick: für ein Land, das seine Seele nach all den Jahren der Kolonialzeit erst wiederfinden muss, für ihre entwurzelten Eltern — und endlich erkennt sich Maya als Teil dieser Geschichte.

Eine mutige Neuerfindung der Einwanderungserzählung, verführerisch, poetisch ... beispiellos." Taiye Selasi

Nana Oforiatta Ayim ist die Enkelin des Königs der ghanaischen Region Akyem Abuakwa. In Düsseldorf geboren, wuchs sie in Duisburg Rumeln-Kaldenhausen auf und machte in Neuss ihr Abitur. Ayim studierte Afrikanische Kunstgeschichte in London, arbeitete für die Vereinten Nationen in New York und ist heute weltweit v. a. als Kunstvermittlerin und Kuratorin, aber auch als Filmemacherin tätig. „Okay Africa“ zählt sie zu den „12 wichtigsten Frauen aus Afrika, die Geschichte schreiben“. Sie gehört auch zu den „Apollo 40 unter 40“ und damit zu „den talentiertesten und inspirierendsten jungen Personen, die die Kunstwelt heute voranbringen“. 2019 verantwortete sie den umjubelten ghanaischen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Sie lebt heute in Accra/Ghana.

Der Eintrittspreis liegt bei allen Veranstaltungen in dieser Reihe bei 10 Euro. Tickets und/oder weitere Informationen für die jeweiligen Veranstaltungsorte gibt es unter diesen Links:

Bochum
Duisburg
Dortmund
Recklinghausen

Es gelten die am Veranstaltungstag aktuellen Corona-Schutzbestimmungen. Der Nachweis eines negativen Corona-Testergebnisses ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Veranstaltung. Die Testpflicht entfällt bei der Immunisierung von vollständig geimpften oder genesenen Personen. Die Teilnehmer*innen werden gebeten, einen entsprechenden Nachweis mitzubringen.

Im Dezember eröffnet im Dortmunder U die von Nana Oforiatta Ayim kuratierte Ausstellung mit dem Arbeitstitel „The Universal Museum?“. Sie entsteht in Kooperation mit dem Museum Ostwall und dem von Ayim gegründeten ANO Institute of Arts and Knowledge.

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